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Der Weg zum effektiven Online-Marketing

Wenn ich mit unseren Kunden ihre Marketing-Pakete zusammenstelle, sprechen wir unter anderem darüber, welche Kanäle und Plattformen zukünftig bespielt werden sollen. Oft werden dann erstmal alle erdenklichen Plattformen und Tools aufgezählt, von denen man gehört habe, dass sie "wichtig" seien. 

Daraufhin ziehe ich in der Regel erstmal die Handbremse. Denn viele Unternehmer:innen, die ins Online-Marketing einsteigen, versuchen anfangs auf so vielen Hochzeiten wie möglich gleichzeitig zu tanzen und überall präsent zu sein, was jedoch nur selten zum gewünschten Erfolg führt.

Der verrückte Online-Marketing-Strudel

Meist wird mit einer Facebook-Seite und der Website mit eigenem Blog begonnen. Dann hat man noch irgendwo aufgeschnappt, dass es eine eigene Facebook-Gruppe braucht, um eine Community aufzubauen. Parallel werden die Posts dann 1 : 1 auf Instagram und LinkedIn hochgeladen, es werden YouTube Videos gedreht und es muss unbedingt ein Newsletter her. Gefüllt wird dieser liebsten in Form von 5 verschiedenen Freebies.

Achso, die nächsten Blogartikel sind natürlich auch schon in der Pipeline, müssen noch SEO-optimiert werden und man hätte gehört, dass man dann auch Pinterest braucht, um für Traffic auf der Website zu sorgen.

Überforderung ist vorprogrammiert

Ich spüre in diesen Gesprächen deutlich die Überforderung, die durch die Vielzahl an Möglichkeiten, die wir in der Online-Welt haben, entsteht. Und wenn man dann noch selbst viel auf Social Media konsumiert und diversen Coaches und Experten folgt, ist es auch gar kein Wunder, dass man sich schneller als man gucken kann in einem diffusen Online-Marketing-Strudel befindet.

Der Fokus liegt plötzlich nur noch darauf, möglichst viel Content zu produzieren, den man dann über so viele Kanäle wie möglich verteilt. Möglichst schnell so viele E-Mail-Adressen wie möglich einzusammeln, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Gleichzeitig möchte man natürlich auch so viele Abonnenten wie möglich für den Podcast gewinnen.

Die Frage nach dem WARUM

An dieser Stelle reicht es oftmals aus, zwischendurch mal kurz nach dem “Warum” zu fragen. Also: “Warum möchtest du so schnell so viele E-Mail-Adressen einsammeln?”. “Warum ‘musst’ du deinen YouTube Kanal regelmäßiger bedienen?” “Warum schreibst du so viele Blogartikel?”

Wenn wir die “Warum-Frage” dann bis auf den kleinsten Nenner herunterbrechen, kommen wir bestenfalls zum Kern des Ganzen. Denn hier versteckt sich der eigentliche Wunsch hinter den ganzen Aktivitäten. Und dann wird das Feld von hinten aufgeräumt.

Wir gehen mal davon aus, dass das Hauptziel der Aktivitäten schlicht und einfach die Neukundengewinnung ist (ohne an dieser Stelle das größere “Warum” als Antrieb dahinter zu beleuchten).

Wer ist die Zielgruppe und wo finde ich sie?

Dann ist doch mal die allererste Frage: Wer ist deine Zielgruppe?
(Ich könnte jetzt noch auf das Thema Kundenavatar eingehen, aber das würde den Rahmen sprengen). 

Wir bleiben hier also etwas allgemeiner und fragen uns Dinge wie::

Wo treffe ich meine Zielgruppe an? Bewegt sie sich eher auf Facebook oder Instagram? Schaut sie wirklich YouTube Videos? Wo und wonach würde die Person nach der Lösung ihres Problems wirklich suchen?

Und ist es wirklich sinnvoll, "so viele Menschen wie möglich" zu erreichen? Oder kannst du nicht viel effizienter sein, wenn du von Beginn an die richtigen Menschen erreichst?

Was hat bisher Früchte getragen?

Wenn du schon eine Weile auf verschiedenen Kanälen aktiv warst, kannst du dich fragen: Was haben mir meine Aktivitäten auf den einzelnen Kanälen bisher unter'm Strich gebracht?

Wenn du z.B. täglich Zeit auf Facebook verbringst: Wie viele Kunden sind über diesen Kanal schon reingekommen? Was waren das für Kunden? Welchen Umsatz haben sie dir gebracht? Zieh also mal ein Resümee für all deine bisherigen Marketing-Aktivitäten.

Woher kamen denn bislang deine richtig guten (Wunsch)Kunden? Über welche Wege haben sie dich gefunden und schlussendlich auch bei dir gekauft? Über welche Kanäle hast du sie erreicht?

Oft gibt es hier schon die ein oder andere Erkenntnis darüber, dass die Verteilung deiner Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Kanäle in der Vergangenheit nicht so richtig viel Sinn ergibt. Plattformen, denen am meisten Aufmerksamkeit geschenkt wurde, entlarven sich häufig als weniger erfolgreich. Andererseits werden die Wege, über die die umsatzstärksten Kunden generiert wurden, gnadenlos vernachlässigt, wenn nicht sogar ignoriert. 

Hier solltest du gnadenlos ehrlich hinschauen, an welchen Stellen du deine Zeit und Energie zukünftig besser und effektiver investieren und gewisse Dinge sogar ganz los- oder weglassen kannst. Ich weiß, das kann weh tun. Ich selbst habe meine recht große Facebook-Community von einem Tag auf den anderen komplett aufgelöst. Das fühlt sich im ersten Moment ziemlich komisch an, ist am Ende aber wirklich befreiend, wenn es sich um einen reinen Energiefresser handelt, der nicht für dich arbeitet.

Qualität vor Quantität!

Als nächstes schau einmal genauer hin, wo diese freigeschaufelte Zeit und Energie besser aufgehoben ist.
Wie kannst du den Wegen, über die deine Wunschkunden dich bereits finden, mehr Aufmerksamkeit schenken?

Kommen sie über deine Website? Dann könnte es durchaus Sinn ergeben, dich z.B. mit den Themen SEO-Optimierung, Google-Ads und Pinterest intensiver auseinanderzusetzen und Social Media gnadenlos hintenan zu stellen.

Kommen sie über LinkedIn? Dann könnte es eine sinnvolle Konsequenz sein, deine anderen Social Media Profile sogar ganz zu canceln und dich dafür wirklich intensiv mit der Plattform und all ihren Möglichkeiten zu beschäftigen.

Und wenn du bei deinem Resümee feststellst, dass deine Zielgruppe vielleicht gar nicht so viel online unterwegs ist, dann besuche mehr Netzwerkveranstaltungen, Messen etc. Falls du dort dann so ganz oldschool Visitenkarten oder Flyer verteilst, kannst du übrigens auch super deinen Podcast über einen QR Code auf ihnen platzieren.

Ein weiterer Grund warum es überhaupt keinen Sinn macht jeden x-beliebigen Kanal zu bespielen, ist das Thema "Qualität vor Quantität"! Jeder Kanal hat seine eigenen Spielregeln, damit er funktioniert, Spaß macht und die gewünschten Resultate erzielt. Sei es die Suchmaschinenoptimierung für deinen Blog, Hashtags und Storys bei Instagram, der sich ständig verändernde Algorithmus bei Facebook oder das Know-how für ein sinnvolles E-Mail-Marketing.

Setze dich mit deinen Kanälen auseinander

Um Erfolge zu erzielen wirst du nicht drumherum kommen, dich mit jedem einzelnen Thema welches du in dein Marketing integrieren möchtest, einmal intensiv auseinanderzusetzen. 

Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, ist es so gut wie unmöglich, das auf allen bekannten Plattformen zu schaffen.
Klar möchte man im ersten Moment überall präsent sein, um gut gefunden zu werden. Aber selbst aus der Kundenperspektive betrachtet: Wenn ich zwar überall auf deine Profile stoße, diese aber eher semi-professionell bespielt sind, weiß ich nicht, ob das unbedingt für dich spricht.

Ich weiß wie verlockend es sein kann, überall eine gewisse Präsenz zeigen zu wollen. Es spricht ja auch nichts dagegen, alles mal für sich auszuprobieren. Ich halte es aber für gesund, regelmäßig alle Aktivitäten in Frage zu stellen, um langfristig effizienter zu werden und die Zeit und Energie dort zu investieren, wo es dich wirklich weiterbringt.

Last but not least...

Es muss dir verdammt nochmal Spaß machen! Keine Plattform der Welt kann verheimlichen, wenn du sie mit mieser Laune oder halbherzig bespielst, weil du meinst, dort präsent sein zu “müssen”. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Kunden Kanäle bevorzugen, die dir aber so gar nicht schmecken, schau auch da nochmal ganz ehrlich hin, ob du wirklich schon die Zielgruppe gefunden hast, die zu dir passt.


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Schnellere Coaching-Erfolge durch den eigenen Podcast

Du arbeitest offline bereits erfolgreich mit deinen Kunden, bist im Online-Marketing aber noch nicht sonderlich aktiv?
Dann fragst du dich vielleicht, ob ein eigener Podcast überhaupt das richtige Medium für dich und dein Unternehmen ist.

Viele Podcaster:innen mit denen ich zusammenarbeite, führen offline schon länger ein erfolgreiches Unternehmen, mit dem sie im Großen und Ganzen auch meist ziemlich zufrieden sind. Sie starten ihren Podcast häufig gar nicht unbedingt, um Neukunden zu gewinnen. Sie wollen ihr Wissen und ihre Erfahrungen einfach in ein geeignetes Medium verpacken, um es mit mehr Menschen teilen zu können. 


Eine schöne Voraussetzung

Ich finde diesen Beweggrund erstmal großartig. Ohne Druck arbeitet es sich schließlich entspannter... und das merken auch die Hörer.
Aaaaber … Wie ich ja so gerne betone, ist Online-Marketing und vor allem ein eigener Podcast kein kurzer Sprint. Es handelt sich um ein langfristig angelegtes Medium, welches eine gewisse Kontinuität und Zuverlässigkeit braucht, um viele Menschen erreichen zu können.

Und um dieses Durchhaltevermögen auch wirklich aufzubringen und nicht nach den ersten 10 Episoden die Lust an der Sache zu verlieren, braucht es evtl. doch etwas mehr, als das selbstlose herausgeben von Wissen und Inhalten.  

Entlastung für das Tagesgeschäft

Was sich bei meinen “Offlinerinnen” oft nach kurzer Zeit zeigt, ist die Tatsache, dass der Podcast sie in ihrem Tagesgeschäft entlastet und sich die Zusammenarbeit (speziell in der 1:1 Beratung) viel effektiver gestaltet. Denn gerade bei Neukunden geht es uns wohl allen ähnlich:

In den ersten Gesprächen verbringen wir unheimlich viel Zeit damit, Grundlagen zu erklären. Es werden immer wieder die gleichen (oder zumindest sehr ähnliche) Fragen gestellt, Themen wiederholen sich, wir erzählen über uns und wie die Zusammenarbeit laufen wird… und und und… 

Wäre es nicht viel effektiver, wenn wir mit unseren Kunden direkt ans Eingemachte gehen könnten? Ohne das ganze allgemeine "Blabla" vorweg?

Wenn wir also direkt Individuell auf seine/ihre Probleme, Situation und Bedürfnisse eingehen könnten.
Direkt umsetzen und die Zeit, die wir mit ihm/ihr haben, so effektiv wie nur Möglich gestalten.

Das macht nicht nur unsere Arbeit effizienter und kommt unserem Zeitmanagement entgegen… auch die Kunden bekommen dadurch in viel kürzerer Zeit viel mehr Mehrwert geliefert und kommen dadurch bestenfalls auch schneller an ihr Ziel bzw. machen schneller größere Fortschritte.

Und wo bleibt da der Vertrauensaufbau?

Jetzt könnte man noch argumentieren, dass dieses “Vorgeplänkel” aber für den Vertrauensaufbau wichtig sein könnte.
Die Kunden müssen mich und die Art wie ich arbeite ja erst einmal kennenlernen und merken, dass sie gut aufgehoben sind usw.

Und genau daaaaa kommt dein Podcast ins Spiel:

  • Produziere einige Episoden, in denen du genau die Themen behandelst, die du von deinen Kunden immer wieder auf's Neue gefragt wirst. 

  • Sprich über Themen, die du deinen Kunden immer wieder mitgeben möchtest… Weil es einfach wichtige Grundlagen sind, die z.B. für eure Zusammenarbeit wichtig sind.

  • Stelle dich in einer Episode ausführlich vor und erzähle immer mal wieder ein wenig über die Zusammenarbeit mit dir und über die Art wie du arbeitest.

Effizienter werden durch den natürlichen Filter

Schaffe dir also eine Grundlage an Themen, auf die du im Gespräch mit deinen Kunden verweisen kannst, um die tatsächlich gebuchte Zeit effektiver nutzen zu können. 

Dazu kommt auch noch der Aspekt, dass deine Kunden so die Möglichkeit haben, sich im Vorwege ein viel besseres Bild von dir zu machen. Sie haben dich, deine Art und deine Expertise bereits aus nächster Nähe (also direkt im Ohr) erlebt. 

Wenn du hier also absolut authentisch bist, hast du durch deinen Podcast gleichzeitig einen wunderbaren Filter eingebaut, so dass die Kunden, die einen Termin bei dir buchen und deine Zeit in Anspruch nehmen, bereits wissen wer oder was sie erwartet und mit großer Wahrscheinlichkeit auch wirklich zu dir passen.

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